Wann ist ein Spielzeug ein "Gutes Spielzeug"?

Heute sind wir als Eltern ja nicht nur mit der Frage des ökologisch korrekten Spielzeugs beschäftigt. Oft von außen beflügelte Ansprüche auf Genderneutralität und intelektuellen Anspruch mit Bildungsqualität sind wir als Eltern doch häufig überfordert. Als Mutter von 2 Söhnen kann ich rückblickend sagen, es ging mir gut. Meine Kinder haben gebaut, verändert, sind gescheitert oder hatten Erfolg, Sie haben Ihre Fantasie genutzt mit den Händen geschafft und in Ruhe gemalt. Sie haben Rätsel gelöst und Zaubertricks gelernt und vorgeführt. Und Sie haben sich auch mal so richtig gelangweilt, bis Ihnen eingefallen ist was Sie lieber täten als sich zu langweilen. 

Spielzeug bringt unseren Kindern soviel mehr bei als wir denken. Sie werden zu kleinen Problemlösern, im Ritterspiel lernen Sie wann aus Spiel Agression wird, wann es genug ist und was Spaß macht. Jungs oder Mädchen am spielerischen Raufen zu hindern, verhindert dass Sie diese Grenzen lernen und verstehen. Sie lernen im Rollenspiel auch die Realität zu meistern. Je besser hier unser Vorbild im Umgang mit anderen, desto kompetenter und sozialer verhalten sich auch unsere Kinder.

Marken sind Kindern nicht so wichtig wie das was man mit dem Spielzeug machen kann. Hier sollte man den Chemiekasten,  Lego Technik oder die eine Puppe oder Bastelpackungen nicht nur einem Geschlecht zugänglich machen. Kinder sind recht flott dabei herrauszufinden was Ihnen Spaß macht, und das ist völlig unspezifisch auf Geschlechter verteilt. Wir alle kennen das typische "Tom-Girl" -  das Mädchen das lieber Jeans als Rock trägt, lieber im Wald als mit dem Puppenwagen spielt. Aber auch die ruhigen Jungs die gerne Kooperationsspiele spiele,  aber nicht Räuber und Gendarme. Die die lieber malen als raufen. Am Ende sind es Kinder und Sie erforschen den Weg in´s Leben. Sie lernen Ihre Talente und Neigungen durch ausprobieren kennen. Für uns als Eltern bedeutet das, Kindern Angebote zu machen. Aber nicht nur in Form von Spielzeug, sondern auch musikalische und sportliche. Viele Sportarten, vor allem im Manschaftssport fordern ein Höchstmaß an Disziplin, ein regelkonformes spielen und ein taktisches Verständnis. Je breiter das Spektrum des Angebots,  daß wir Kindern machen desto größer die Erfahrung die sie machen. 

Dies ist kein Plädoyer für Massen an Spielware, sondern ein Plädoyer für ein überdachtes Aussuchen unterschiedlicher Spielmöglichkeiten. Neben dem klassischen Rollenspiel wie Puppe, Kaufladen, Kasperfiguren, Ritter, Prinzessin, stehen die Gesellschaftsspiele mit der Familie, darauf folgen Konstruktionsspielzeug wie Dominosteine, Lego, Piks oder Murmelbahnen zum selber bauen. Für die Geduld und das Sitzfleisch braucht es Puzzle und Knobelspiele - für das ausprobieren Zaubertricks, Chemiekasten oder Konstruktionskästen. Beobachten Sie Ihr Kind und fördern Sie seine Neigung, machen Sie es Neugierig auf das Leben und das Lernen.  

Vor dem Kaufen sondieren Sie was Sie haben, und ergänzen was fehlt. Natürlich berücksichtigen wir als Eltern was sich unsere Kinder wünschen. Als Eltern berücksichtigen wir aber das die Marketinggenies die hinter der Aufmachung und den bunten Werbefilmen stecken vielleicht nicht nur im Blick haben was unser Kind gerade braucht. "Vertrauen Sie sich und Ihrem Gefühl was gerade benötigt wird, dann machen Sie nie etwas falsch." Einer der besten Sätze den eine liebe Freundin mir mit auf den Weg in die Erziehung meiner Kinder gab, und Sie hatte Recht. 

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